Kleider leihen - Warum kaufen & leihen zusammen gehört

Ganzheitlich deuten wir deshalb so, dass wir unsere Wertschöpfungsketten nicht nur kennen, transparent machen und so ecofair wie möglich gestalten, sondern eben auch immer wieder überlegen, welche alternativen Konsummodelle sinnvoll sind. Das Ziel dahinter? So wenig wie möglich verbrauchen, so viel wie möglich nutzen.

Alternative Fasern, smarte Textilien: Elegante Styles aus Funktionsmaterialien

Design und Materialauswahl hängt bei uns untrennbar zusammen. Denn gerade minimalistische, klassische Styles leben von feinen, hochwertigen Details, die oft erst auf den zweiten Blick auffallen. Ausgefallene Strukturen, Haptiken und Eigenschaften, die die verschiedenen Schnitte unterstützen und die Besonderheiten betonen, sind daher wichtige Designelemente. Sie machen die Produkte gleichzeitig zeitlos, ohne dass sie austauschbar werden, lange tragbar, ohne dass sie den Wiedererkennungswert verlieren.

#repost: Unser Interview mit Nina Botzen.

Die Fair Fashion Bloggerin Nina Botzen aus Luzern hat unser Label SHIPSHEIP vorgestellt und uns in einem Kurzinterview gefragt, warum wir eigentlich machen, was wir machen – und was uns wirklich wichtig ist. Wir haben für euch einen kleinen Auszug zusammengestellt; das gesamte Interview könnt ihr auf Englisch auf Nina´s Blog nachlesen.

Menschenrechte in Sicht?

Unsere Wirtschaftsrealität hat sich in den letzten Jahren grundlegend geändert. Mittlerweile werden über 60% aller Produkte in globalen Lieferketten hergestellt, was dazu führt, dass nationale Gesetze schlichtweg zu kurz greifen und die global einkaufenden Unternehmen nicht zur Rechenschaft ziehen können. Vielmehr braucht es daher transnationale Rahmenbedingungen, die diese Realität abbilden und alle Involvierten entlang der Lieferkette, also auch die einkaufenden Unternehmen, in den Blick nimmt. Egal, wo der Firmensitz liegt.

Schnell, schneller, kaputt. Der Siegeszug der Fast Fashion Industrie.

Begibt man sich auf die Suche nach dem Ursprung des Fast Fashion Phänomens, kommt man vor allem an einem Begriff nicht vorbei: Vertikalisierung. Was in den 1980er Jahre langsam begonnen hat, hat vor allem seit knapp zwei Jahrzehnten Hochkonjunktur. Große Konzerne wie die H&M Group, Primark oder Inditex setzen sich immer weiter in der Textilbranche durch, weil sie sämtliche Schritte der Produktionskette selbst abdecken können. Verkauf, Produktion, Entwurf – alles kommt aus einer Hand. Denn nur so können sie die Flexibilität, Billigpreise und Schnelligkeit gewährleisten, mit der sie den Fast Fashion Markt gekonnt überschwemmen.

MADE-TO-WEAR: Kleider selbst designen

Wer kennt das nicht? Man sieht ein Kleidungsstück, findet es – fast! – perfekt und hätte es aber eigentlich noch lieber in eine andere Farbe. Oder ein Stückchen kürzer. Oder doch lieber mit dem Kimono-Ärmel statt dem klassischen schmalen Arm. Um diese selbst gestalteten, individuellen Lieblingsstücke möglich zu machen, haben wir unser Made-To-Wear Segment ins Leben gerufen. Dahinter steckt ein modulares System, mit dem Kleidung selbst konfiguriert werden kann. Aus verschiedenen Farben, Materialien und Schnitten kann man so seine eigene Lieblingsvariante auswählen und extra für sich anfertigen lassen.

Fast Fashion – Slow Fashion Die neue Fast Fashion Ausstellung im Rautenstrauch Joest Museum in Köln

Als Fair Fashion Label sind wir konstant mit dem Thema Nachhaltigkeit konfrontiert: Welches Design am wenigsten Verschnitt – und im Bestfall zero waste – verursacht, wo man einen weiteren Produzenten findet, der Fairtrade und GOTS zertifiziert ist, wie man auf der Salestour sämtliche Fußabdrücke minimiert und welche neuen Papiertüten man am besten einkaufen sollte. Dabei ist man so viel in Netzwerken unterwegs und steht mit Gleichgesinnten im Austausch, dass man manchmal schlichtweg vergisst, dass wir uns immer noch in einer Nische befinden – und Fast Fashion der Mainstream ist.

Neue Produktionsstätte in Porto

Eine der großen Neuheiten, die mit unserem Wechsel auf Vollzeit einhergeht, ist eine neue Produktionsstätte in Portugal. Für das kommende Jahr planen wir unsere erste Women´s Ready To Wear Kollektion, die wir in Porto umsetzen werden.