Megatrends, globale Transformationen und neue Werte.

Anna Burst ist Textilingenieurin. Sie thematisiert das Zusammenspiel von globalen Transformationen, der Modeindustrie und neu aufkommenden Werten in der Gesellschaft – durch Covid- 19 aktueller denn je.

Vor ziemlich genau einem Jahr steckte ich für meine Masterarbeit täglich in der Bibliothek. Etwa zeitgleich machten einige traditionelle Modeunternehmen mit großen Schlagzeilen auf sich aufmerksam. Das britische Luxushaus Burberry gab bekannt seine Überhangskollektion in Höhe von 28,6 £ Millionen, auf Grund von Überproduktion, zu verbrennen.

Covid 19 – Was die Auswirkungen für Shipsheip und die gesamte Branche bedeuten

Covid-19 erschüttert und rüttelt uns wach. Die Dynamik der aufeinanderfolgenden Ereignisse sind erschreckend. Über vier Wochen lang bedeuteten die Restriktionen für uns Home Office, Social Distancing und volle Lager - auf unbestimmte Zeit.

In fünf Schritten zu einem nachhaltigen Kleiderschrank

Die erste Woche vom neuen Jahr ist bereits vergangen. Bevor uns der Alltag wieder gänzlich eingeholt hat und mit ihm die guten Vorsätze in Vergessenheit geraten, haben wir für euch fünf einfache Tipps zusammengestellt, mit denen ihr euren Kleiderschrank Schritt für Schritt nachhaltiger, übersichtlicher und individueller gestalten könnt.

Black Friday & Klimastreik – zwei Welten prallen aufeinander

Wir leben weit über unsere planetaren Grenzen hinaus. Wir kaufen so viel wie nie zuvor, schmeißen mehr denn je weg und haben dabei aufgehört, Dinge wirklich zu nutzen. Am Black Friday wird dieser Fakt deutlich wie nie – und prallt damit auf die immer schneller wachsende Bewegung, die sich für Klimaschutz und nachhaltigen Konsum einsetzt.

Layering Looks für den Winter

Warum sich Layering Looks gerade jetzt großer Beliebtheit erfreuen, liegt auf der Hand. Aus dem goldenen Herbst wird langsam Winter, die Tage werden dunkler, die Straßen nasser und der morgendliche Raureif auf den Dächern ist längst nicht mehr schönzureden. Höchste Zeit also, die Garderobe anzupassen. Und was wäre dafür besser geeignet als das altbewährte Zwiebelprinzip?

Der Grüne Knopf. Chance oder Greenwashing?

Anfang September wurde der Grüne Knopf als erstes staatliches Metasiegel für Textilien gelauncht. Seitdem ist viel darüber geschrieben und diskutiert worden, weil insbesondere eine Sache bei vielen aufstößt: Der Grüne Knopf bleibt weit hinter seinen eigenen Ansprüchen zurück. Damit untergräbt das Siegel das, was es eigentlich schaffen wollte – Klarheit und Verlässlichkeit für die Modebranche. Um den Überblick nicht zu verlieren, haben wir für euch die wichtigsten Punkte zusammengefasst.

Kleider leihen - Warum kaufen & leihen zusammen gehört

Ganzheitlich deuten wir deshalb so, dass wir unsere Wertschöpfungsketten nicht nur kennen, transparent machen und so ecofair wie möglich gestalten, sondern eben auch immer wieder überlegen, welche alternativen Konsummodelle sinnvoll sind. Das Ziel dahinter? So wenig wie möglich verbrauchen, so viel wie möglich nutzen.

Alternative Fasern, smarte Textilien: Elegante Styles aus Funktionsmaterialien

Design und Materialauswahl hängt bei uns untrennbar zusammen. Denn gerade minimalistische, klassische Styles leben von feinen, hochwertigen Details, die oft erst auf den zweiten Blick auffallen. Ausgefallene Strukturen, Haptiken und Eigenschaften, die die verschiedenen Schnitte unterstützen und die Besonderheiten betonen, sind daher wichtige Designelemente. Sie machen die Produkte gleichzeitig zeitlos, ohne dass sie austauschbar werden, lange tragbar, ohne dass sie den Wiedererkennungswert verlieren.

#repost: Unser Interview mit Nina Botzen.

Die Fair Fashion Bloggerin Nina Botzen aus Luzern hat unser Label SHIPSHEIP vorgestellt und uns in einem Kurzinterview gefragt, warum wir eigentlich machen, was wir machen – und was uns wirklich wichtig ist. Wir haben für euch einen kleinen Auszug zusammengestellt; das gesamte Interview könnt ihr auf Englisch auf Nina´s Blog nachlesen.

Menschenrechte in Sicht?

Unsere Wirtschaftsrealität hat sich in den letzten Jahren grundlegend geändert. Mittlerweile werden über 60% aller Produkte in globalen Lieferketten hergestellt, was dazu führt, dass nationale Gesetze schlichtweg zu kurz greifen und die global einkaufenden Unternehmen nicht zur Rechenschaft ziehen können. Vielmehr braucht es daher transnationale Rahmenbedingungen, die diese Realität abbilden und alle Involvierten entlang der Lieferkette, also auch die einkaufenden Unternehmen, in den Blick nimmt. Egal, wo der Firmensitz liegt.

Schnell, schneller, kaputt. Der Siegeszug der Fast Fashion Industrie.

Begibt man sich auf die Suche nach dem Ursprung des Fast Fashion Phänomens, kommt man vor allem an einem Begriff nicht vorbei: Vertikalisierung. Was in den 1980er Jahre langsam begonnen hat, hat vor allem seit knapp zwei Jahrzehnten Hochkonjunktur. Große Konzerne wie die H&M Group, Primark oder Inditex setzen sich immer weiter in der Textilbranche durch, weil sie sämtliche Schritte der Produktionskette selbst abdecken können. Verkauf, Produktion, Entwurf – alles kommt aus einer Hand. Denn nur so können sie die Flexibilität, Billigpreise und Schnelligkeit gewährleisten, mit der sie den Fast Fashion Markt gekonnt überschwemmen.

MADE-TO-WEAR: Kleider selbst designen

Wer kennt das nicht? Man sieht ein Kleidungsstück, findet es – fast! – perfekt und hätte es aber eigentlich noch lieber in eine andere Farbe. Oder ein Stückchen kürzer. Oder doch lieber mit dem Kimono-Ärmel statt dem klassischen schmalen Arm. Um diese selbst gestalteten, individuellen Lieblingsstücke möglich zu machen, haben wir unser Made-To-Wear Segment ins Leben gerufen. Dahinter steckt ein modulares System, mit dem Kleidung selbst konfiguriert werden kann. Aus verschiedenen Farben, Materialien und Schnitten kann man so seine eigene Lieblingsvariante auswählen und extra für sich anfertigen lassen.
1 von 2